Freiwillige Feuerwehr Dobermannsdorf

Gegründet 1898

Geschichte

Im folgenden haben wir versucht, die Geschichte der Feuerwehr Dobermannsdorf zu rekonstruieren. Leider ging in den Kriegsjahren ein Teil der Unterlagen verloren. Als Quellen standen daher in erster Linie Brandbücher, Kassabücher, die Stammbücher über den jeweiligen Mitgliederstand und Protokolle über die Sitzungen und Generalversammlungen zur Verfügung. Mit einigen Berichten, persönlichen Aufzeichnungen und mündlicher Überlieferung, sowie an Hand von Fotos konnten die Angaben vervollständigt werden.
Da Dobermannsdorf eine Bauerngemeinde war, gab es viele Scheunen, Heustadeln und Schuppen. Außerdem waren die Wohnhäuser um die Jahrhundertwende aus leicht entzündlichem und brennbarem Material hergestellt. Immer wieder kam es zu fürchterlichen Bränden, wobei oft auch gleich mehrere Häuser nieder brannten. Solche Katastrophen waren daher Anlass, um eine Gemeinschaft zu bilden, die gegen diese Naturgewalten ankämpfte und führten zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Dobermannsdorf.

Der ersten Mannschaft gehörten laut Stammbuch an:

Alois Arthold, Andreas Straihammer, Nikolaus Leska, Karl Schwarzmann, Viktor Hellepart, Johann Bergman, Karl Winter, Karl Gepp, Josef Kargl, Johann Fürhaker, Johann Arthold, Franz Rauscher, Heinrich Knittl, Josef Stoiber Johann Hinnerth, Andreas Parrer, Leopold Parrer, Rudolf Hanitsch, Leopold Schönpflug, Georg Eminger, Josef Straihammer, Anton Ortes, Johann Ritter, Mathias Mutz, Karl Rauscher, Johann Czapka, Josef Arthold, Rudolf Haberler, Georg Ott, Josef Straihammer, Josef Sperk

Auszüge aus den Protokollen:

1898

Im Jänner konstituierte sich die Freiwillige Feuerwehr Dobermannsdorf und zählte bereits 31 Mitglieder, was in erster Linie dem Hauptmanne Herrn Alois Arthold und dem Hauptmannstellvertreter Herrn Andreas Straihammer zu verdanken war.

1902

Am 14. Jänner brannte die Scheune von Ignaz Tatzber in Dobermannsdorf Nr. 31.

1904

Auf der Stallung im Hause Nr. 23, dem Johann Winter gehörig, brannte am 10. November der ganze Dachstuhl ab.

1905

Im Hause Nr. 67 von Josef Zinkl brach am 8. Juni ein Feuer aus. Es war ausgedehnt auf die Häuser 67, 68 und 105.
Am 15. September brannte das Preßhaus von Karl Arthold. Beim Eintreffen der Feuerwehr waren vom Feuer bereits 7 Dachstühle ergriffen.

1906

Am 2. März, um ½ 12 Uhr nachts, gab es einen Brand im Hause Nr. 69 von Mathias Poiss. Der ganze Dachstuhl war ergriffen.

1908

Die ganze Scheune von Josef Kargl, Nr. 50 brannte am 28. Februar ab, da die Wasserbeschaffung mangelhaft war.
Vermutlich durch Brandlegung brannte am 13. Juli die Scheune bei Ignaz Kargl, Nr. 104. Dabei wurden 250 Mandl Korn samt Stroh, Leiterwagen, Windmühle und 3 Fuhren Heu vernichtet.
Ein verheerender Brand entstand am 31. Oktober bei Franz Hamer, Nr. 7. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannten bereits die Gebäude Nr. 4, 5, 6 und 7.

1911

Im Bahnhofsgebäude brach am 29. Juli ein Dachbrand aus.

1912

Am 28. Jänner brannte der ganze Scheunendachstuhl von Eleonore Pillwein im Hause Nr. 48.

1923

Der Holzschuppen von Georg Parrer im Hause Nr. 87 brannte am 14. September ab. Dabei wurde das ganze Holz vernichtet. 

1929

Ein am 29. August stattgefundener Brand bei Josef Rauscher, Nr. 64 vernichtete eine Scheune.

1946

Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg. Hauptmann wurde Franz Binder. Alle Mitglieder (ca. 30 Mann) arbeiten weiterhin freiwillig und ehrenamtlich. 

1947

Am 18. Dezember wird der Antrag gestellt, die Motorspritze von Handzug auf Pferdezug umzubauen.

1948

Antrag am 12. Dezember bezüglich Anschaffung eines Schlauchturmes.

1949

Der Holzlagerplatz von Tischlermeister Karl Brunner, Dobermannsdorf Nr. 208, brannte am 3. Juni.

1950

Am Bezirksfeuerwehrtag in Neusiedl/Z. lobte Bezirkshauptmann Baumgartner die Tüchtigkeit der FF Dobermannsdorf.

1951

Der Strohschober von Leopold Arthold brannte vom 26. Juni 10:30 Uhr bis zum 28. Juni 23 Uhr.

1952

Ein Feuerwehrball wurde für den 27. Jänner festgelegt.
Das 54-jährige Gründungsfest wurde am 23. August gefeiert. Beginn war 5:30 Uhr mit Weckruf, anschließend Festgottesdienst, Festzug und Schauübung. Hauptmann Binder konnte dabei zahlreiche Fest- und Ehrengäste begrüßen. Bei dieser Feier gab es auch eine Spritzenweihe. Schwarzmann Rosalia fungierte als Spritzenpatin.

1953

Am 7. Mai gab es eine Naturkatastrophe zu bewältigen. Dabei wurden Viehstallungen und Keller bei Franz Elend, Leopold Winter, Johann Asperger und Johann Schwalm überschwemmt.
Dem Zeugwart wurde seitens der Gemeinde eine Jahresabfindung von S 300,-- pro Jahr zugesprochen und nicht wie vorher ein Gemeindeacker ohne Pacht.
Nachdem sich kein Komitee für den Kirtag gefunden hatte, beantragt die Feuerwehr die Durchführung des Kirtags.
Der Kassastand am Jahresende betrug S 482,84.

1954

Der Magazinboden im Kaufhaus Strobl (heute Morawek) brannte am 18. Mai. Mit 24 Mann und 42 Arbeitsstunden konnte der Brand gelöscht werden.
140 m B-Schläuche wurden angeschafft.
Auch in diesem Jahr gab es eine Hochwasserkatastrophe, wobei die Feuerwehr 108 Arbeitsstunden im Einsatz war.
Am 15. Dezember wurde ein Lastkraftwagen - Marke Dodge - vom Verband Ländlicher Genossenschaften um S 10.000,-- angekauft. Der LKW wurde später zu einem Mannschaftswagen umgebaut.

1955

In einer Ausschusssitzung am 29. Mai wurde der Ankauf einer neuen Motorspritze beschlossen. 

1956

Nachdem Franz Binder seine Hauptmannfunktion beendete, wurde am 29. Jänner Karl Mutz zum Hauptmann gewählt. Der Mannschaftsstand betrug zu dieser Zeit 24 Mann.
Eine aufgestellte Wettkampfgruppe erreichte am Landesbewerb in Waidhofen/Ybbs das Leistungsabzeichen in Bronze.
In diesem Jahr wurden 3 Brunnen ausgepumpt, und es gab 2 Straßeneinsätze im Winter zu verzeichnen.

1957

Im Mai wurde Ex-Bürgermeister Johann Winter für Verdienste um die Feuerwehr mit der St. Florian - Plakette ausgezeichnet.

1958

Am 6. Jänner wurde Karl Popp zum Hauptmann gewählt. Hauptmann-Stellvertreter war damals Karl Winter, der auch als Bezirksfeuerwehrrat tätig war.
Einstimmig beschlossen wurde am 25. April der Ankauf einer Sirene. Die Alarmierung bis dahin erfolgte mittels Hornisten oder Sendeposten.
Bei den Landesbewerben in Hainburg trat eine Altersgruppe an. Diese Gruppe war altersmäßig die älteste Wettkampfgruppe von Niederösterreich. 

1959

Der Florianitag 59 wurde mit einem Weckruf eingeleitet. Nach einem gemeinsamen Kirchgang fand eine große Schauübung im Bereich des Lagerhauses statt. Zur Aufbesserung der Kassa wurden Mascherl zu je 5,-- S verkauft.
Ein Wasserreservoir (120 m³) wurde gebaut. Die anfallende Aushuberde wurde gegen einen Spendenbetrag an bestimmte Einwohner im Ort verteilt.
Für die Wintermonate hat man 5 Mann zum Schulbesuch in die Feuerwehrschule angemeldet (Chargenlehrgang bzw. Maschinistenlehrgang). 

1960

Ein großer Einsatz war bei den Preßhäusern von Leopold Winter und Johann Poiß zu bewältigen. Es brannte Bündelholz.
Als Siegerpreis errang Dobermannsdorf bei den Bezirkswettkämpfen in Zistersdorf Armbanduhren für den ganzen Trupp.
Weiters wurden wieder zahlreiche Brunnen, die oft stark verunreinigt waren, ausgepumpt und dadurch wieder saniert.
Schwierig gestaltete sich die Bergung des Traktors von Herrn Magdic.

1962

Anlässlich der Vollversammlung am 7. Jänner trat Karl Popp als Hauptmann zurück. Zum neuen Hauptmann wurde Karl Winter gewählt.
In der Versammlung am 13. Februar wurde klar, dass die Haftpflichtversicherung für Pferde zu Einsätzen überflüssig wird.
Eine Schlammpumpe wurde angekauft.
Der Strohschober bei der Scheune von Hermann Straihammer brannte ab. Es gab dabei zu wenig Einsatzkräfte, da die meisten Kameraden die Wiener Messe besuchten. 

1963

Im Frühjahr kam das nächste Hochwasser. Die Feuerwehr stand 3 Tage im Einsatz und hatte dabei 414 Arbeitsstunden zu meistern.
Der trockene Sommer hingegen brachte einige Brandeinsätze, da durch Funkenflug der ÖBB Getreidefelder immer wieder in Brand gerieten. 

1964

Die Einsatzfähigkeit der Wehr wurde stark reduziert, da das Feuerwehrfahrzeug nicht mehr fahrbereit war (Kupplung, Lenkung...). 

1965

Der Verbandsbeitrag für die Mitglieder wurde nun von der Gemeinde bezahlt.
Nachdem ein neues Feuerwehrhaus gebaut wird, sollte das alte Zeughaus seitens der Gemeinde verkauft werden, stand aber der Feuerwehr noch 4 Jahre zur Verfügung. 

1966

Die VW-Motorspritze war sehr reparaturbedürftig und musste erneuert werden.

1967

Zum Ankauf eines Tanklöschfahrzeuges wurde gemeinsam mit der Gemeindevertretung eine Sammlung durchgeführt. 

1969

Nachdem am 6. Jänner Karl Winter als Kommandant zurücktrat, wurde am 20. April Rudolf Popp zum neuen Kommandanten gewählt.
Ein Unwetter am 18. Mai überschwemmte mehrere Keller. Bei den Auspumparbeiten wurde ein Feuerwehrmann verletzt. 

1970

Die Firma Rosenbauer übergab am 8. Juni ein neues Tanklöschfahrzeug (OPEL Blitz) der Feuerwehr. Kommandant Rudolf Popp, Stellvertreter Robert Schwarzmann und Bürgermeister Rauscher nahmen das Fahrzeug entgegen.

1971

Bei den immer noch zahlreich vorkommenden Feldbränden bewährte sich das neue TLF 1000 ganz besonders.

1972

6. Mai: Empfang und Eskorte von Kardinal Dr. Franz König anlässlich der Firmung in Dobermannsdorf.
Im Juli wurde erstmals über die Möglichkeit einer Jugendfeuerwehr gesprochen.

1973

Kinder setzten am 3. Juli die Scheue von Josef Czapka in Brand. Das Feuer griff auf die Scheune des Nachbarn, Herrn Winter, über. Die Stallgebäude und Wohnhäuser konnten gerettet werden. Es waren 5 Feuerwehren mit 42 Mann im Einsatz, die 161 Arbeitsstunden leisteten.
In diesem Jahr gab es wegen der Maul- und Klauenseuche reduzierten Übungsbetrieb und keine Teilnahme an Bewerben. 

1974

Die Sirene wurde von der alten Schule zum Feuerwehrhaus (Gemeindeamt) verlegt.
Eine Impfaktion gegen Wundstarrkrampf seitens des Abschnittsfeuerwehrverbandes wurde am 3. März von Feuerwehrarzt Dr. Schreil durchgeführt.

1975

Die Funktion eines Atemschutzwartes wurde geschaffen. - Wartung und Überprüfung der Atemschutzgeräte und der Preßluftflaschen gehören zu dessen Aufgabenbereich.
Im Rahmen der Einweihung des neuen Schulgebäudes und des Amtshauses wurde auch das TLF von Bischofsvikar Stubenvoll gesegnet. Als Spritzenpatin für das Tanklöschfahrzeug wurde Popp Waltraud ausgewählt.
Ein Hochwasser gab es am 24. August. 

1976

Kommandant Rudolf Popp legte in der Jahreshauptversammlung vom 6. Jänner sein Amt zurück. Nach einigen Beratungen wurde Karl Winter zum Kommandant der Feuerwehr gewählt.
Die vorhandene Schmutzwasserpumpe wurde defekt und man beschloss, eine neue anzuschaffen.
Am 22. September brach in der Weinwurm-Mühle ein Brand aus. 3 Feuerwehren mit insgesamt 31 Mann hatten das Feuer aber rasch unter Kontrolle.
Ein gebrauchter Anhänger (für TS und Schlauchmaterial) wurde angekauft. Bei einem Einsatz musste nämlich erst ein Anhänger aufgetrieben werden, um diesen dann zu beladen. 

1977

Eine große Unterabschnittsübung wurde am 16. April in der Siedlung in Dobermannsdorf abgehalten.
Erstmals wurde zu Pfingsten ein 4-tägiger Feuerwehrheuriger veranstaltet. Der Heurige brachte 19.432,-- S Reingewinn und war somit ein voller Erfolg. Als Dank dafür wurde ein Ausflug durchgeführt (Mauthausen, Melk und Dürnstein).
Sechs Feuerwehrkameraden erruderten das bronzene und silberne Wasserdienstabzeichen.
Am 29. November brach im Lagerhaus Dobermannsdorf ein Brand aus. Mit 4 Feuerwehren wurde der Brand unter Kontrolle gebracht.
Von den Kameraden Köberler M. und Schneider W. wurde erstmals ein Funkkurs besucht. Das erste Funkgerät wurde bald darauf angekauft. 

1978

Nach längerer Pause konnte wieder ein Feuerwehrball abgehalten werden, da der Saal im Gasthaus Rauscher fertig gestellt worden war. Jungmänner und Mädchen eröffneten den Ball mit einer Polonäse.
Im Rahmen des Feuerwehrheurigen wurde der 1. Internationale Feuerwehrwandertag durchgeführt. Es kamen ca. 600 Teilnehmer.
Am 29. April schlug im Bahnhof ein Blitz ein. Durch den Blitz wurde das Dach schwer beschädigt. 

1979

Der Brand des Stallgebäudes von Josef Thiele bewirkte einen Großeinsatz der Feuerwehren. Es kamen 6 Feuerwehren mit 97 Mann zum Einsatz. Dabei wurden 657 Gesamteinsatzstunden geleistet.

1980

In diesem Jahr wurde das 80-jährige Bestandsjubiläum gefeiert.
Am 31. März wurden die Abschnitts-Feuerwehrleistungsbewerbe am Bewerbsplatz hinter der Volksschule abgehalten.
Der feierliche Feuerwehrtag wurde am 1. Juni abgehalten. Verbunden mit diesem Fest war der Abschnitts-Feuerwehrtag, die Auszeichnung und Ehrung verdienter Feuerwehrkameraden und die Siegerehrung anlässlich der Feuerwehrleistungsbewerbe.
Von der FF Purkersdorf wurde ein Rüst-Anhänger angekauft. 

1981

Es waren 3 technische Einsätze und kein Brandeinsatz zu verzeichnen.

1982

Zu den wichtigsten Einsätzen zählten ein Autounfall auf der Hohenauerstraße, das Hochwasser mit 2 Tage-Einsatz und ein LKW-Unfall beim Bahnhof.
Da bei den Einsätzen immer mehr die technische Hilfeleistung in den Vordergrund rückte, wurde ein Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung (LF-B) bei der Fa. Rosenbauer bestellt. 

1983

Mitte des Jahres legte Karl Winter die Führung der Feuerwehr zurück. Johann Winter wurde am 3. Juli zum Kommandanten gewählt.
Am 4. September wurde das neue Rüstfahrzeug im Rahmen einer Autoweihe gesegnet. Die Ausrüstung des neuen Fahrzeuges: TS, Stromaggregat, Weber-Hydraulik mit Schere und Spreitzer, Tauchpumpe, Atemschutzgeräte, div. Werkzeug, etc.
Ein Lagerbrand bei Fam. Hörwey Nr. 34 konnte am 23. Oktober von der Feuerwehr rasch gelöscht werden.
Beim Tanklöschfahrzeug begannen die Reparaturarbeiten. Der Motor musste ausgetauscht werden.

1984

Für das neue Feuerwehrfahrzeug LF-B wurde ein weiteres Fahrzeug-Funkgerät angekauft.
Mit neu angeworbenen Mitgliedern wurde eine neue, erfolgreiche Bewerbsgruppe zusammengestellt.
Mit dem Zubau neben der Leichenhalle für Fahrzeuge und Mannschaftsraum wurde begonnen.
Ende des Jahres wurde die Jugendfeuerwehr Dobermannsdorf gegründet. 10 Jugendliche im Alter zwischen 13 und 15 Jahren konnten für das Feuerwehrwesen gewonnen werden. Georg Elend stellte sich als Betreuer zur Verfügung. 

1985

Die Feuerwehrjugend nahm bereits im April erfolgreich an den Bewerben um das Wissenstestabzeichen teil.
Im Mai und August gab es wieder starke Gewitter mit Überschwemmungen.
Am 10. September war die Feuerwehr bei einem Unfall zwischen einem Traktor mit Anhänger und einer Lokgarnitur der ÖBB auf der Hohenauerstraße im Einsatz. 

1986

Beim Pfingstfest wurde anstatt des Wandertages ein Parallelbewerb durchgeführt, der bei der Bevölkerung und den Bewerbsgruppen sehr gut ankam.
Für die Feuerwehrjugend mussten Kübelspritzen und diverse Hindernisse angeschafft werden.
Die Bewerbsgruppe der Feuerwehrjugend nahm erstmals an Bewerben teil und erreichte das Feuerwehrjugend-Leistungsabzeichen in Bronze.
Das TLF 1000 wurde bei einer Überprüfung vom Landesfeuerwehrkommando nicht mehr für die Mindestausrüstung zugelassen und muss bis 1990 erneuert werden.

1987

Die Feuerwehr trat mit dem Rüstfahrzeug dem FuB-Dienst (Feuerlösch- und Bergedienst) bei, der in Katastrophenfällen zum Einsatz kommt.

1988

Bei den Abschnittsbewerben in Dürnkrut erreichte die Bewerbsgruppe den 1. Platz in Bronze und leitete damit weitere Erfolge ein.
Der Weinkeller von Karl Mehrfurth stand am 16. Juni in Brand. Mit 23 Mann konnte die Feuerwehr den Brand löschen.
Die Jugendgruppe erreichte am Landesbewerb in Laxenburg den hervorragenden 4. Platz und nahm daher am 7. Bundesfeuerwehrjugend-Leistungsbewerb in Mistelbach teil.
Ein Übungshöhepunkt war die Katastrophenübung am Bahnhofsgelände im September. Diese Übung wurde von der Landesregierung ohne Vorankündigung ausgearbeitet und organisiert. Bei Übungsende waren insgesamt 26 Fahrzeuge mit 143 Mann anwesend. 

1989

Die Fa. Marte erhielt den Auftrag zum Bau eines neues Tanklöschfahrzeuges (TLF 1000). Ebenfalls von der FA. Marte wurde eine TS angekauft. Es ist dies eine Ziegler-Pumpe mit einem 2-Takt Hirth-Motor.
Drei Ölsperren mussten vom 29. bis 30. August auf der Zaya errichtet werden, um den vorhandenen Ölfilm zu binden.
Im Spätherbst wurden der Zubau und Dachausbau für einen Mannschaftsraum fertig gestellt. 

1990

Am 19. Jänner wurde das neue Tanklöschfahrzeug direkt bei der Fa. Marte abgeholt. Der Aufbau erfolgte auf Mercedes 814 D. Der alte Opel Blitz konnte nach Kärnten verkauft werden.
Der PKW von Gerald Hammer fing am 23. Februar in der Garage des Hauses Nr. 21 Feuer und setzte auch den Dachstuhl in Brand.
Zu einem Tag der offenen Tür wurde am 18. März geladen. Vorgeführt wurden das neue TLF 1000 und die neue TS. Der neue Mannschaftsraum wurde seiner Bestimmung übergeben.
Der Bewerbsgruppe Dobermannsdorf 2 gelang mit einem 5. Platz im eigenen Abschnitt der erste große Erfolg.
Vom 6. bis 7. September schwammen größere Mengen von Ölschlamm in der Zaya. Die Feuerwehr errichtete insgesamt 4 Ölsperren, um später das gebunde Öl absaugen zu können. 

1991

Ein günstig erworbener Renault Trafic wurde zu einem Kommando-Fahrzeug umgebaut. Besonders für die Fahrten der Feuerwehrjugend war dieses Fahrzeug sehr wichtig.
Das Alarmierungssystem mittels Funk-Sirenenfernsteuerung wurde im Betrieb genommen.
Für die Feuerwehrjugend wurde ein Mannschaftszelt angekauft. Weiters erhielt die Feuerwehrjugend eine offizielle Einladung seitens des Landesfeuerwehrkommandos zu den 15. Landes-Jugendfeuerwehr-Leistungsbewerben von Südtirol. Die Einladung erwies sich als gerechtfertigt, denn die Mannschaft kam mit einem 1. Platz wieder nach Hause.
Die Markterhebungsfeier unserer Gemeinde fand am 23. Juni statt. Damit verbunden war die offizielle Segnung des TLF 1000 und der neuen Tragkraftspritze.
Am 2. Dezember konnte ein Kellerbrand bei Uwe Kolar mittels Innenangriff mit schwerem Atemschutz rasch gelöscht werden. 

1992

Bei einem schweren Unfall, ein PKW prallte an die Hausmauer der Fa. Elektro Rauscher, wurden 2 verletzte Personen mittels hydraulischem Rettungssatz gerettet.
Die Bewerbsgruppe holte im Juli den ersten Landespokal für die Feuerwehr Dobermannsdorf nach Hause. Ein 5. Platz bei den Landesbewerben in Retz bedeutete auch die Qualifikation für die Bundesbewerbe in Hallein.
Der Ankauf von Handfunkgeräten mit Selektivruf wurde im August beschlossen. 

1993

Im Mai geriet die Scheune von Wolfgang Arthold in Brand.
Nach starken Niederschlägen im Mai und Juni mussten zahlreiche Keller ausgepumpt und vermurte Straßenteile freigemacht werden.
Beim Landesbewerb in Waidhofen/Ybbs wurde die Bewerbsgruppe Vize-Landessieger (2. Platz in Silber) und erhielt daher neben dem Pokal auch einen Wanderpreis verliehen. 

1994

Gemeinsam mit zahlreichen Helfern wurde mit Feuerwehrzillen das Schilf im Ortsteich abgeschnitten und entfernt. Somit wurde der Teich einigermaßen saniert. 

1995

Beim Pfingst-Feuerwehrfest wurde der 12. Bezirksjugendleistungsbewerb abgehalten. Die Feuerwehrjugend aus Dobermannsdorf gewann - wie auch schon in den Jahren davor - diesen Bewerb.
Die Feuerwehrjugend erreichte bei den laufenden Bewerben gleich fünf Mal den 1. Platz.
Zu Jahresende stellt Johann Winter seine Funktion als Kommandant zur Verfügung. 

1996

In der Jahres-Mitgliederversammlung am 14. Jänner wurde Robert Sperk zum neuen Kommandanten gewählt.
Ein Unwetter am 24. Juli nahm ein enormes Ausmaß an. Neben Vermurung und Auswaschung von Straßen waren die Wassermassen so stark, dass große Schlammengen in die Weinkeller eindrangen. Besonders betroffen waren die Keller Elend, Haselberger, Schulz, Schwarzmann, Klenkhart und Kargl.
Beim vorhandenen Kommandofahrzeug zeichneten sich größere Reparaturen ab, es wurden nur mehr die notwendigsten Fahrten unternommen. 

1997

Im Februar wurde ein neues KDO-Fahrzeug bestellt. Es handelt sich dabei um einen Mercedes 312, der noch im Spätsommer geliefert wurde.
Im April wurden die ersten 8 weiblichen Mitglieder in die Feuerwehrjugend aufgenommen. Fr. Margit Arthold, aktives Mitglied, betreut die Feuerwehrjugend bei den diversen Jugendlagern.
Aufgrund des dauerhaften Regens Anfang Juli kam es in großen Teilen Niederösterreichs zu zahlreichen Hochwasserschäden. Im Rahmen des FuB - Dienstes wurde unsere Feuerwehr nach Purkersdorf gerufen und war dort ca. 24 Stunden im Einsatz.
Die am 2. November in Brand geratene Zwischendecke im Haus der Fam. Pollinger konnte durch richtiges Handeln der Besitzer rechtzeitig gelöscht werden.

1998

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Dobermannsdorf !
Am 17. Mai 1998 fand die große Feier zum 100jährigen Bestand der FF Dobermannsdorf statt. Nach der Feldmesse wurde das neue KDO-Fahrzeug gesegnet. Festansprachen, Frühschoppen und eine Fotoausstellung umrahmten das Programm. Am Nachmittag wurde eine Geräte- und Fahrzeugschau der Feuerwehren abgehalten.
Bgm. Herbert Nowohradsky erhielt die Floriani-Plakette.
Ein durch Blitzschlag entstandener Scheunenbrand bei Fam. Schwarzmann entwickelte sich Ende Juni sehr rasch zu einem Großbrand und zerstörte Stadl samt Inhalt.
Die Feuerwehrjugend wurde Landessieger beim Bewerb um das FJLA Silber in Schwarzenau. Somit nimmt die Feuerwehrjugendgruppe auch am Bundesbewerb in Saalfelden teil.
Die Bewerbsgruppe Dobermannsdorf 1 nahm am Bundesbewerb in Eisenstadt teil und erreichte den guten 8. Platz.
Vorerst zum letzten Mal organisierte die FF einen Kirtag vorm Gasthaus Rauscher.

1999

Das EDV-Programm NOTRUF 122 wurde gestartet – vorerst aber ohne Wartungsvertrag und Datentransfer.
Eine Personensuche (Fr. Artner) entwickelte sich im Juni zum größten Einsatz des gesamten Abschnittes.
20 neue Einsatzuniformen und moderne Schutzjacken wurden angekauft.
Eine zusätzliche Unterwasserpumpe der Fa. Grindex wurde angekauft.

2000

Am 17. und 18 Juni 2000 fand der 37. Abschnittsfeuerwehrleistungsbewerb und der 100. Abschnittsfeuerwehrtag statt. Die Feuerwehr Dobermannsdorf trat mit drei Gruppen an und konnte gleich 5 Pokalpreise für sich entscheiden. (inkl. Sieg in Silber)
Eine zweite Ankaufsaktion von neuen, einsatztauglichen Einsatzuniformen wurde durchgeführt.
Da die alten Atemschutzgeräte auslaufen, mussten drei neue Atemschutzgeräte angekauft werden. 

2001

Kdt. Robert Sperk stellte sich nicht mehr der Wahl zum Kommandanten, und somit wurde der bisherige Verwalter Robert Schwarzmann zum Kommandanten gewählt.
Das EDV-Programm NOTRUF 122 wurde voll installiert und der Datentransfer mit dem LFK aufgenommen.
Wegen schwachen Besuches wurde vorerst der letzte Maskenball organisiert.
Gemeinsam mit dem Arkadenhof Mutz wurde ein neuer Versuch unternommen, einen Heurigen-Kirtag zu veranstalten.
Im Oktober konnte Hr. Straihammer nach einem Gärgasunfall gerade noch rechtzeitig gerettet werden.
Eine große Unterabschnittsübung wurde auf dem Gelände der Fa. Weinwurm abgehalten. 

2002

Ein überhitzter Heizkessel geriet im Jänner bei Fam. Elend in Brand und die Druckwelle zerstörte Wände und Decken. 
Kdt. Robert Schwarzmann trat aus persönlichen Gründen aus der Feuerwehr aus.
Somit musste ein neues Kommando gewählt werden. Kommandant wurde der bisherige Stellvertreter
BI Sauer Hermann und KdtStv wurde der bisherige VM Trimmel Chistian gewählt.
Als Verwalter wurde wiederum der bisherige V Rudolf Kargl bestellt.
Im Zuge des Jahrhunderthochwassers im Bezirk Krems wurde der KHD zur Hilfeleistung gerufen.
Die FF Dobermannsdorf unterstützte mit 637 Einsatzstunden und mit 1895 km den Einsatz.
Da die letzten Atemschutzgeräte veralterten, wurden wiederum drei neue Atemschutzgeräte angekauft.

2003

Baubeginn des Feuerwehrhaus Um- und Neubau. Erste Baggerarbeiten am 06.10.
Es mussten 4 größere Einsätze gefahren werden, darunter 3 technische und 1 Brandeinsatz.

2004

Der Abschnittsfeuerwehrleistungsbewerb des AFKDO Zistersdorf wurde in Dobermannsdorf abgehalten.
Es musste zu 5 Einsätzen ausgerückt werden, darunter waren 3 Autounfälle und 2 Sturmschäden.
Feuerwehrhausumbau: Beginn der Elektroinstallationen im Winter.

2005

Feuerwehrhausumbau: Fortsetzen der Elektroinstallationen, Innenputz, Außenputz, Fließenlege- u. Fußbodenverlegearbeiten.

8 Einsätze – 1184 Gesamtstunden.

2006

Ein neues Kommando wurde gewählt: Kommandant wird OBI Johann Winter, KDT-Stv. bleibt BI Christian Trimmel und die Funktion des Verwalters übernimmt weiterhin V Rudolf Kargl.

Feierliche Eröffnung des neuen Feuerwehrhauses am 11. Juni.

33 Einsätze – 1545 Gesamtstunden.

2007

Ein gebrauchter LKW des Typs Scania R124 (360PS) wurde vom BFKDO angekauft und zu einem Wechselladefahrzeug für den Feuerwehreinsatz umgebaut. Für den Einsatz im Abschnitt Zistersdorf wurde dieses WLF in der FF Dobermannsdorf stationiert.

Wissenstest der Feuerwehjugend am 25.03. im FF Haus Dobermannsdorf.

35 Einsätze – 2863 Gesamtstunden.

2008

Im Jänner wurde erstmals ein Filmeabend abgehalten, bei den Aufnahmen der letzten 24 Jahre gezeigt wurden.

Durch den Sturm „Emma“  wurden im Frühjahr zahlreiche Bäume entwurzelt und Dächer abgedeckt.

Um den Kran des neuen WLF bedienen zu können und dürfen besuchten einige Kameraden einen Krankurs  - die Wehr verfügt nun über 20 ausgebildete Kranführer.

Für eine Reportage war der ORF zu Gast in der Feuerwehr und filmte einen ganzen Tag lang. Vom Eintreffen bei der Alarmierung, das Üben am Teich, bis zum Einrücken in das FF Haus – die Reportage wurde am 22.02.2009 ausgestrahlt.

35 Einsätze – 5846 Gesamtstunden.

2009

KHD-Einsatz Ende Februar im Raum Annaberg, wo aufgrund starker Schneefälle zahlreiche Dächer von der schweren Schneelast befreit werden musst. Ebenso musste im Juni zu einem KHD-Einsatz im Raum Gresten ausgerückt werden wo es zu starken Überschwemmungen kam.

31 Einsätze – 5154 Gesamtstunden.

2010

Zu einem verheerenden Verkehrsunfall auf der B48 wurde im März gerufen. Dabei mussten  2 junge Menschen aus dem völlig demolierten Fahrzeug befreit werden.

Die Bewerbsgruppe Dobermannsdorf 1 erreichte am LFLB in Poysdorf den 13. Rang und qualifizierte sich somit für den Fire-Cup 2011.

22 Einsätze – 4573 Gesamtstunden.

2011 Neuwahlen: Das gesamte Kommando stellte seine Funktion zur Verfügung. Zum Kommandant wurde Jürgen Heinisch und zum Kommandant-Stv. Robert Schwarzmann gewählt. Zum Leiter des Verwaltungsdienstes wurde Alfred Asimus bestellt.

Im September kam es zu einen Schwellbrand an einem Strommasten in der Hinteren Gasse, Bereich Feldgasse. Am Einsatzort wurde, wegen der bestehenden Gefahr eines Stromschlages, erst nach der Abschaltung des Stroms durch die EVN der Brand am Strommast gelöscht.

Die Bewerbsgruppe Dobermannsdorf 1 erringt den Sieg im NÖ Fire-Cup und wird Vize-Landessieger  in Silber A bei den LFLB in Krems. Ebenso konnte der Wanderpokal durch den 3. Sieg in Folge am Heim-AFLB in Waidendorf fixiert werden.

23 Einsätze – 8895 Gesamtstunden.
2012

Das LF-B, welches sich seit 1983 im Einsatz befand, wurde verkauft. Für den Container WLA-Vers4 wurden neue, speziell angefertigte Rollcontainer angeschafft, auf welche das gesamte Inventar des LF-B aufgebaut wurde.

Seitens des NÖ-LFK wurde ein neues Wechselladefahrzeug (MAN TGS 33.400) angeschafft und in der FF Dobermannsdorf stationiert. Das bisherige WLF wurde an eine andere FF im Bezirk weitergegeben.

Die Bewerbsgruppe Dobermannsdorf 1 erringt erstmals in der Bewerbsgeschichte der Feuerwehr den Sieg beim Heim-Bewerb „Das Original“ und in Bronze A am LFLB in Ternitz. Ebenso wurde an den BFLB in Linz, in Bronze und Silber A, teilgenommen.

30 Einsätze – 9079 Gesamtstunden